Ein Gastartikel von Tamara Juric (KolibriDesign)
Die neue Website der Kundin ist endlich online, alles läuft. Im Abschlussgespräch geht es dann um die nächsten Schritte: Was sinnvoll wäre, worauf man aufbauen kann. Und irgendwann sage ich das Wort Blog.
Dann kommt eine Frage, die ich in letzter Zeit häufiger höre: „Lohnt sich das denn überhaupt noch, wo doch mittlerweile alle nur mehr ChatGPT fragen?”
Ehrlich gesagt kann ich diese Sorge gut verstehen. Und meine Kund:innen sind damit nicht allein. Auf Reddit gibt es zu genau dieser Frage jede Menge Diskussionen. Was mich dort überrascht hat: Kaum jemand schreibt, dass Bloggen tot ist. Die meisten sagen, es hat sich einfach verändert.
Das deckt sich ziemlich genau mit dem, was ich selbst beobachte.
Alles auf den Blog gesetzt. Und dann kam KI.
Meinen ersten Blogartikel habe ich im April 2023 veröffentlicht. Ziemlich planlos, ehrlich gesagt. Noch im selben Jahr habe ich dann ein SEO-Blog-Mentoring gemacht, weil ich als Webdesignerin sichtbar werden wollte, ohne dafür auf Social Media leben zu müssen.
Das hat sich gelohnt. Sehr sogar.
Und dann kam KI. Damit stand plötzlich auch für mich eine ziemlich unbequeme Frage im Raum. Funktioniert das, worauf ich mein halbes Marketing aufgebaut habe, überhaupt noch?
Das wollte ich genau wissen. Also habe ich mich in den letzten Monaten intensiv mit dem Thema beschäftigt. Was du hier liest, ist mein aktueller Stand. Wie das Ganze in drei oder fünf Jahren aussieht, weiß niemand von uns. Für jetzt habe ich aber ein paar Antworten gefunden. Und auch eine Erklärung dafür, warum ich meinen Kund:innen und auch Dir als Webdesigner:in weiterhin zu einem Blog rate.
Falls du also gerade überlegst, ob sich ein eigener Blog noch auszahlt oder ob du deinen bestehenden Blog endlich sinnvoll nutzen solltest, dann ist dieser Artikel für dich.
Artikel-Highlights
- Warum Bloggen in Zeiten von KI seinen Zweck verändert, aber nicht verloren hat
- Was SEO und GEO unterscheidet und warum du beides kennen solltest
- Wo KI beim Schreiben wirklich hilft und wo sie zuverlässig an ihre Grenzen stößt
- Warum ein Blog für Webdesigner:innen gleich doppelt arbeitet
- Meine eigene Erfahrung ohne Social Media, dafür mit Blog und Newsletter
- Drei konkrete Schritte für den Start
Ist Bloggen in Zeiten von KI überhaupt noch sinnvoll?
Kurze Antwort. Ja, aber aus anderen Gründen als noch vor drei Jahren.
Früher war ein Blog vor allem eine Traffic-Maschine. Du hast Keywords recherchiert, Artikel geschrieben, Google hat Besucher:innen geschickt. Dieses Modell wackelt gerade gewaltig, weil AI Overviews und Chatbots Antworten liefern, ohne dass jemand klicken muss.
Was sich verändert hat, ist der Weg dorthin. Dein Blog bringt heute weniger anonyme Klicks und dafür mehr von dem, was tatsächlich zu Aufträgen führt. Vertrauen, Positionierung und die Sichtbarkeit in KI-Antworten.
Ein Blog ist heute weniger Traffic-Kanal und mehr Vertrauensbeweis.
Substack als Gegenbeweis: Menschen lesen mehr Text, nicht weniger
Falls du Substack noch nicht kennst: Das ist eine Plattform, auf der Autor:innen Newsletter und Artikel veröffentlichen und ihre Leser:innen dafür bezahlen lassen können.
Im Mai 2025 haben dort etwa 50.000 Publikationen Geld verdient. Im April 2026 waren es fast 100.000. Eine Verdoppelung in unter einem Jahr. Insgesamt zählt die Plattform mittlerweile 50 Millionen aktive Abos, fünf Millionen davon bezahlt. Die Besucherzahlen sind zwischen September 2025 und März 2026 um rund ein Drittel gestiegen.
Fairerweise muss man dazusagen: Das findet größtenteils im englischsprachigen Raum statt. Bei uns im DACH-Raum steckt das Ganze noch in den Kinderschuhen. Ob sich das hier genauso entwickelt, wird man sehen.
Trotzdem bleibt der Punkt derselbe. Wir reden hier von einer Plattform, die zu hundert Prozent aus geschriebenem Text besteht. Mitten in der KI-Welle.
Menschen lesen also nicht weniger. Sie zahlen sogar dafür. Was sie satt haben, ist beliebiger Content ohne Absender. Und genau da wird es für dich interessant.
SEO und GEO, wo liegt eigentlich der Unterschied?
Diese zwei Begriffe schwirren gerade überall herum. Deswegen hier eine kurze, saubere Definition.
SEO steht für Search Engine Optimization. Es geht darum, dass deine Inhalte in klassischen Suchmaschinen gut ranken, damit Menschen auf dein Ergebnis klicken und auf deiner Website landen. Das Ziel ist der Klick.
GEO steht für Generative Engine Optimization. Hier geht es darum, dass KI-Systeme wie ChatGPT, Perplexity oder die AI Overviews von Google deine Inhalte finden, verstehen und in ihren Antworten zitieren. Das Ziel ist die Erwähnung.
Der Unterschied klingt klein – ist es aber nicht. Bei SEO kämpfst du um Platz eins. Bei GEO kämpfst du darum, dass eine KI deinen Namen nennt, wenn jemand zum Beispiel fragt, „wer macht gutes Webdesign für Coaches in Österreich”.
Das Praktische daran ist, dass sich beides stark überschneidet. Gute Struktur, klare Überschriften, verständliche Erklärungen (kein Fachchinesisch) und echte Antworten auf echte Fragen zahlen auf beides ein. Was du für GEO tust, schadet deinem SEO nie.
Worauf KI-Systeme besonders anspringen:
- Klar formulierte Definitionen, die man wörtlich zitieren kann
- Saubere Überschriften-Hierarchie von H1 über H2 zu H3
- Listen und Aufzählungen mit vollständigen Sätzen
- FAQ-Bereiche, die echte Suchanfragen beantworten
- Inhalte, die eine erkennbare Person mit erkennbarer Erfahrung geschrieben hat
Punkt fünf ist übrigens der spannendste. Und der Grund, warum ich weiterschreibe.
Was KI beim Bloggen kann und was eben nicht
Ich nutze KI täglich. Für Recherche, für Gliederungen, für Überschriften-Varianten, wenn mir absolut nichts einfallen will. ChatGPT oder Claude sind hervorragende Werkzeuge und ich hab null Interesse daran, so zu tun, als würde ich alles handgeschnitzt produzieren.
Aber es gibt drei Dinge, die keine KI liefern kann.
Deine Erfahrung. Der Kunde, bei dem das Projekt aus dem Ruder gelaufen ist. Der Moment, in dem du gemerkt hast, dass dein Onboarding nicht funktioniert. Das ist Material, das nirgendwo in einem Trainingsdatensatz steht.
Deine Meinung. KI-Texte sind höflich und ausgewogen. Sie widersprechen niemandem. Genau deshalb klingen sie alle gleich und bleiben bei niemandem hängen.
Deine Sprache. Wie du Dinge erklärst, welche Vergleiche du wählst, wo du einen Schmäh einbaust. Das ist Wiedererkennung. Und Wiedererkennung ist der halbe Weg zu deiner Marke.
Was passiert, wenn diese drei Dinge fehlen, siehst du gerade überall. Endlos viele Artikel, die technisch fehlerfrei sind und sich anfühlen wie lauwarmes Bier. *wäh*
Warum deine Personenmarke gerade jetzt wichtiger wird
Je mehr Inhalte automatisch entstehen, desto weniger unterscheidbar werden sie. Und desto wertvoller wird das Einzige, was sich nicht generieren lässt. Du.
Personal Branding klingt für viele nach Selbstinszenierung und einem Fotoshooting im fancy Kaffeehaus. Die visuelle Seite gehört tatsächlich dazu, ist hier aber nicht mein Thema. Eigentlich ist es viel simpler: Menschen sollen wissen, wie du denkst, wofür du stehst und wie es sich anfühlt, mit dir zu arbeiten. Bevor sie dich anfragen.
Ein Blog ist dafür ziemlich ideal. Anders als bei einem einzelnen Post hast du hier Platz für Gedankengänge, für Haltung, für Widerspruch. Du kannst erklären, warum du bestimmte Dinge anders machst als andere. Du kannst zugeben, wenn etwas schiefgelaufen ist.
// Tipp: Artikel über’s Scheitern funktionieren erfahrungsgemäß am besten. Einer meiner meistgelesenen Blogbeiträge ist zum Beispiel “Wie ich als digitale Nomadin gescheitert bin”.
Bloggen als Sichtbarkeit ohne Social-Media-Druck
Besonders für introvertierte Selbstständige ist das der große Vorteil gegenüber Social Media. Du zeigst Persönlichkeit, ohne dich vor eine Kamera stellen zu müssen. Du hast Zeit zum Nachdenken, bevor du etwas veröffentlichst. Und du bestimmst selbst, wie viel von dir sichtbar wird.
Dazu kommt ein Punkt, der oft untergeht. Auf Social Media arbeitest du gegen die Uhr. Ein Post ist meist nach ein paar Stunden weg, egal wie viel Herzblut drinsteckt. Ein Blogartikel liegt in einem Jahr immer noch da und wird gefunden.
Das verändert auch, wie du schreibst. Du musst niemanden in drei Sekunden abholen und keinen Hook basteln, der zum Weiterschauen zwingt. Wer deinen Artikel öffnet, hat sich das bewusst ausgesucht.
Und noch etwas: Was du einmal aufgeschrieben hast, kannst du immer wieder verwenden. Im Erstgespräch verlinken, im Angebot mitschicken, in den Newsletter packen. Ein guter Artikel arbeitet an mehreren Stellen gleichzeitig.
Deine Fachkenntnis macht dich vergleichbar.
Deine Persönlichkeit macht dich unverwechselbar.
Alternative Suchmaschinen: Warum Google nicht dein einziger Kanal ist
Während alle über AI Overviews reden, passiert nebenbei etwas Interessantes. Ein Teil der Leute sucht sich aktiv einen Ausgang.
Im Mai 2026 hat Google auf seiner Entwicklerkonferenz I/O angekündigt, die Suche noch stärker auf KI umzubauen. Kurz danach verzeichnete DuckDuckGo auf seinem öffentlichen Traffic-Dashboard den höchsten Tageswert seiner Firmengeschichte.
Dazu meldete das Unternehmen, dass die App-Installationen in den USA im Schnitt um 18 Prozent gegenüber der Vorwoche gestiegen sind, auf iPhones sogar um ein Drittel. Noch deutlicher waren die Zugriffe auf die Suchseite, auf der sämtliche KI-Funktionen abgeschaltet sind. Die legten um knapp 23 Prozent zu. TechCrunch hat darüber berichtet. Unabhängig davon hat die Analysefirma Apptopia im selben Zeitraum ein Plus von 29 Prozent bei den US-Downloads gemessen.
Die Zahlen beziehen sich überwiegend auf die USA, für den DACH-Raum gibt es dazu keine vergleichbaren Daten. Die Richtung ist trotzdem eindeutig.
Der Grund für den Wechsel? Manche Menschen wollen einfach keine KI-Zusammenfassung, die sie nicht abschalten können. Dazu kommt die Kritik an der Qualität. Die Antworten stimmen nicht immer, die Quellen dahinter sind oft fragwürdig und wer nachprüfen möchte, woher eine Information eigentlich kommt, muss trotzdem wieder selbst suchen.
Bing im DACH-Raum: Der unterschätzte Suchkanal für deine Kund:innen
DuckDuckGo läuft auf dem Bing-Index. Interessant dabei ist, dass Bing bei uns im DACH-Raum deutlich relevanter ist als weltweit.
In Deutschland liegt Google im April 2026 bei rund 80 Prozent, weltweit sind es über 90. Bing kommt auf knapp 10 Prozent, am Desktop sogar auf 18. Wie das? In Firmen und Behörden läuft alles über Windows, Edge und Microsoft 365, und dort ist Bing der Standard.
Dazu kommt, dass auch Yahoo, DuckDuckGo und Ecosia auf dem Bing-Index sitzen. Zusammengerechnet sind das rund 16 Prozent der Suchanfragen in Deutschland, die über eine einzige Quelle laufen.
Wenn du also die Bing Webmaster Tools für deine Website und die deiner Kund:innen einrichtest, deckst du damit gleich mehrere Suchmaschinen ab. Das dauert zehn Minuten und die meisten machen es nicht.
Besonders relevant wird das übrigens, wenn deine Kund:innen im B2B-Bereich unterwegs sind. Da wird nämlich am Arbeitsplatz gesucht. Und dort am Desktop.
Pinterest als visuelle Suchmaschine für deine Blogartikel
Pinterest wird von Blogger:innen oft unterschätzt, weil es die meisten für ein soziales Netzwerk halten. Ist es aber nicht. Pinterest funktioniert wie eine visuelle Suchmaschine. Menschen suchen dort aktiv nach Lösungen, nach Ideen, nach Anleitungen. Genau wie bei Google, nur mit Bildern statt blauen Links.
Der entscheidende Unterschied zu Instagram und Co. ist die Halbwertszeit. Ein Instagram-Post ist nach ein paar Stunden verschwunden. Ein Pin kann dir Monate oder Jahre später noch Besucher:innen auf deinen Blogartikel schicken.
Wer bloggt und Pinterest ignoriert, verschenkt einen kompletten Kanal. Und einen, auf dem gutes Design ein echter Vorteil ist. Was für uns als Webdesigner:innen jetzt nicht der schlechteste Ausgangspunkt ist, oder? ;)
Warum ein Blog für Web-Professionals doppelt zählt
Für uns ist die Sache noch ein bisschen interessanter als für andere Selbstständige. Ein Blog arbeitet nämlich auf zwei Ebenen gleichzeitig.
Ebene eins, deine eigene Sichtbarkeit. Du wirst gefunden, ohne dafür Werbebudget verbrennen zu müssen. Und du kannst deine Arbeitsweise zeigen, bevor jemand überhaupt anfragt. Das filtert Anfragen unglaublich gut vor.
Ebene zwei, dein Verkaufsargument gegenüber Kund:innen. Wenn du selbst bloggst und weißt, wie SEO und GEO funktionieren, kannst du das Thema in deinen Projekten anders verkaufen. Du bietest keine Website mehr an, die halt auch einen Blog-Bereich hat. Du bietest eine Website an, die dauerhaft gefunden wird.
Und weil du es selbst machst, redest du aus Erfahrung. Das merkt man in jedem Gespräch.
Meine Erfahrung nach drei Jahren Bloggen ohne Social Media
Ich baue meinen Instagram-Account gerade erst wieder auf. Ohne Druck, ohne täglich zu posten. TikTok nutze ich gar nicht und auf LinkedIn fühlt sich Marketing für mich einfach nur cringe an.
Das Entspannte daran: Ich muss dort nichts erzwingen. Weil mein Blog und mein Newsletter im Hintergrund für mich arbeiten.
Was ich in den letzten Jahren gelernt habe:
Meine besten Artikel sind die, in denen ich am meisten von mir preisgebe. Ein Artikel über meinen eigenen Perfektionismus bringt mir mehr Traumkund:innen als jeder Wissensartikel, für den ich stundenlang recherchiert habe. Das kommt natürlich auch auf deine Zielgruppe an. 😄
Blogartikel brauchen Geduld. Meine ältesten Artikel arbeiten heute am besten. Wer nach vier Wochen Ergebnisse erwartet, wird enttäuscht.
Und der wichtigste Punkt. Menschen, die über meinen Blog zu mir kommen, sind schon vorgewärmt. Sie kennen meine Art zu denken und wissen eher, worauf sie sich einlassen. Diese Gespräche laufen komplett anders als Kaltakquise. Die ich übrigens seit Beginn meiner Selbstständigkeit noch kein einziges Mal gemacht habe.
Wie du als Webdesigner:in mit dem Bloggen startest
Falls du jetzt Lust bekommen hast, hier die Reihenfolge, die ich sinnvoll finde.
Schritt 1. Kläre, für wen du schreibst und worüber.
Das klingt banal und ist der Punkt, an dem die meisten Blogs scheitern. Wer soll deine Artikel lesen? Was beschäftigt diese Person gerade? Und welches Thema ziehst du durch, damit Google und KI-Systeme irgendwann verstehen, wofür du stehst?
Ein Blog, der über Elementor, Steuertipps und Reisefotografie schreibt, positioniert niemanden. Ein Blog, der konsequent ein Feld besetzt, schon.
Schritt 2. Sammle Themen dort, wo sie ohnehin entstehen.
Jede Frage, die du im Erstgespräch zum dritten Mal beantwortest, ist ein Blogartikel. Das ist die einfachste Themenrecherche der Welt.
Wenn dir das zu wenig ist, hol dir Unterstützung. Tools wie Answer The Public oder AlsoAsked zeigen dir, welche Fragen Menschen rund um dein Thema tatsächlich eintippen. Und KI ist ein hervorragender Sparringpartner, wenn du aus einem groben Thema zwanzig konkrete Artikelideen machen willst.
Schritt 3. Misch Fachwissen mit Persönlichkeit.
Ein Blog aus reinen Anleitungen wird austauschbar. Ein Blog aus reinen Erfahrungsberichten hilft niemandem weiter. Die Mischung macht es.
Erzähl von Projekten, die schwierig waren. Von Entscheidungen, die du anders triffst als die Konkurrenz. Von dem, was dir bei diesem Beruf wichtig ist. Aber immer mit einem Hintergedanken im Kopf: Was hat dein:e Leser:in davon?
Persönlichkeit ohne Nutzen ist ein Tagebuch.
Nutzen ohne Persönlichkeit ist Wikipedia.
Und dann noch die Basics.
Saubere Überschriften-Hierarchie, klare Struktur, kurze Absätze. Das kannst du vermutlich im Schlaf, weil du es jeden Tag für Kund:innen umsetzt.
Worauf du beim Schreiben achten solltest: einfache Worte statt Fachsprache. Wir neigen dazu, in unserer eigenen Blase zu formulieren, und dann versteht die Mentaltrainerin, der Tischler oder die Yogatrainerin, die deine Dienstleistung googlen, kein Wort. Schreib so, wie du im Erstgespräch reden würdest.
Was du dagegen nicht brauchst, ist ein Redaktionsplan für zwölf Monate. Ein Artikel im Monat, der wirklich etwas beantwortet, schlägt vier oberflächliche.
Häufige Fragen zum
Bloggen in Zeiten von KI
Ist Bloggen 2026 noch sinnvoll?
Ja. Der Zweck hat sich verschoben. Blogartikel bringen heute weniger reinen Traffic und dafür Vertrauen, Positionierung und Sichtbarkeit in KI-Antworten. Für Selbstständige ist das oft wertvoller als anonyme Klickzahlen.
Was ist der Unterschied zwischen SEO und GEO?
SEO optimiert Inhalte dafür, in Suchmaschinen zu ranken und Klicks zu bekommen. GEO optimiert Inhalte dafür, von KI-Systemen wie ChatGPT oder Google AI Overviews zitiert zu werden. Beides ergänzt sich, weil klare Struktur und echte Antworten für beide Systeme funktionieren.
Darf ich KI zum Schreiben meiner Blogartikel verwenden?
Ja, als Werkzeug. Für Recherche, Gliederungen und Überarbeitungen ist KI extrem hilfreich. Was von dir kommen sollte, sind deine Erfahrungen, deine Meinung und deine Sprache. Genau diese drei Dinge unterscheiden deinen Artikel von den tausend anderen zum selben Thema.
Wie oft muss ich bloggen, damit es etwas bringt?
Regelmäßigkeit schlägt Menge. Ein durchdachter Artikel pro Monat bringt langfristig mehr als vier schnell hingeworfene. Wichtiger als die Frequenz ist, dass jeder Artikel eine echte Frage deiner Zielgruppe beantwortet.
Das Wichtigste zusammengefasst
- Bloggen funktioniert weiterhin, der Zweck hat sich von Traffic zu Vertrauen verschoben
- SEO zielt auf Klicks, GEO zielt auf Erwähnungen in KI-Antworten
- Gute Struktur, klare Definitionen und FAQ-Bereiche zahlen auf beides ein
- KI ist ein Werkzeug, deine Erfahrung und deine Sprache bleiben deine Aufgabe
- Für Webdesigner:innen arbeitet ein Blog doppelt, für die eigene Sichtbarkeit und als Verkaufsargument
- Ein guter Artikel pro Monat schlägt vier oberflächliche

![[Interview] Macht KI uns Webdesigner:innen überflüssig?](https://websiteheroes.community/wp-content/uploads/media/0da/interview-ki-webdesigner-og.webp)

